Halloween – und wieder lacht der Kürbis

Halloween – und wieder lacht der Kürbis

Man sieht sie schon seit Tagen in vielen Schaufenstern und Vorgärten: Die ausgehöhlten und bemalten Kürbisse. Dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Oktober sich dem Ende entgegen neigt und der Halloween-Tag sich nähert. In den USA wird dieser gruselige Tag schon seit vielen Jahrzehnten ausgiebig gefeiert und lässt auch in den dortigen Läden und Malls die Kassen klingeln.


Seit nunmehr einigen Jahren ist dieser Brauch ganz intensiv auch noch Europa und besonders Deutschland herübergeschwappt. Auch wenn die allgemeine Annahme vorherrscht, dass vor einiger Zeit wieder einmal die Amerikaner ein Fest erfunden und zur Blüte gebracht haben so geht doch dieses Fest weit zurück in die vorchristliche Zeit. Wie auch bei ähnlichen Bräuchen, zum Beispiel der Walpurgisnacht mit den tanzenden Hexen und Teufeln, liegen die Wurzeln von Halloween in alten Keltischen Feierlichkeiten. Bereits vor vielen Jahrhunderten nahmen die Kelten das Ende des Oktobers zum Anlass, um sich vom Sommer und ihren Toten zu verabschieden. Ähnlich dem heutigen Erntedankfest wurde einer reichen oder weniger erfolgreichen Ernte gedacht. Gleichzeitig versuchte man die Seelen der Toten zu besänftigen.

Die Wurzeln von Halloween sind heute eher zweitrangig, wenn sich die gruseligen Gestalten in Form von Zombies, Draculas oder Teufeln durch den Vorabend zum November durch Gassen und Partys bewegen.

Es gibt übrigens eine nette Geschichte und Anekdote zur Herkunft der Tradition der ausgehöhlten Kürbisse.

Die Geschichte erzählt von einem Iren mit dem Namen Jack, der ein ortsbekannter Trinker gewesen sein soll. Dieser hatte sich ausgerechnet in der Halloweennacht den Teufel als Trinkkumpanen ausgesucht. Der Leibhaftige wollte Jack als verlorene Seele in die Hölle führen, genehmigte ihm aber noch einen letzten Drink. Damit Jack den Trunk noch bezahlten konnte verwandelte sich der Teufel in ein Geldstück. Dieses steckte aber der gewitzte Jack schnell in seine Tasche und legte ein Kreuz dazu, was den Teufel nicht mehr erlaubte, ins eine Gestalt zurück zu kommen. Jack ließ ihn erst frei, als der Teufel ihn laufen ließ. Nach seinem späteren Tod soll Jack dann mit einer glühenden Kohle in einem ausgehöhlten Kürbis durch die Welt gespukt sein, weil er weder in den Himmel noch die Hölle durfte.

 

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Foto: © ecco – Fotolia.com

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