Cable Cars in San Francisco

Cable Cars in San Francisco


Ein weltbekanntes Markenzeichen San Franciscos sind die kabelgezogenen Straßenbahnen – the Cable Cars. Das über 100 Jahre alte Verkehrsmittel fuhr erstmals im August 1873 die Clay Street hinab und steht heute unter Denkmalschutz, nachdem es 1984 nach einer fast 100 Mio teuren Renovierung wieder in Betrieb ging
Es befinden sich noch drei Linien mit einem gesamten Schienennetz von 17 km und ca. 40 Wagen in Betrieb – die Powell-Hyde-Line ( Nr. 60 ), die Powell-Mason-Line ( Nr. 59 ) und die California Line ( Nr. 61).

Bereits in den Goldminen Kaliforniens wurden Transportwagen eingesetzt, die über Transportseile bewegt wurden. Andrew Hallidie, ein Ingenieur und Kabelbauer, übertrug das Transportprinzip auch auf personenbefördernde Wagen. Seinerzeit gab es immer wieder Unfälle mit Pferdekutschen, bei denen die Wagen dann in Folge die steilen Straßen hinab brausten. Die riskante Beförderung durch Pferde auf den stark abschüssigen Strassen wurden dann durch Cable Cars ersetzt und diese traten dann ihren Siegeszug in San Francisco an. Andrew Hallidie lenkte 1873 selbst die erste Cable Car-Fahrt durch die Clay Street und versuchte die zunächst skeptische Bevölkerung von der neuen Technik zu überzeugen.


Die Cable Cars stellten sich als sichere Transportmöglichkeit auf diesen steilen Straßen heraus und somit konnten auch schwerer zugängliche Stadtgebiete erschlossen werden. Ohne die Einführung des Prinzips der cable Cars wäre San Francisco wahrscheinlich deutlich langsamer gewachsen.

Zu ihrer Hoch-Zeit Ende des 19. Jh. gab es fast 600 Bahnen, die auf 21 Linien mit ca. 160 km Schienennetz unterwegs waren. Am 18. April 1906 passierte große Erdbeben von San Francisco und zerstört alle Cable-Car-Linien. Nur ein Teil wurde wieder aufgebaut.

Das technische Prinzip eines Cable Car ist relativ einfach erklärt – Zwischen den Schienen, aber unter der Straße, läuft ein endloses Drahtseil in einem Kabelkanal. Im Kabelkanal selbst verlaufen die Kabel in einer Art Endlosschleife und nur an den Endstationen lenken horizontal angeordnete Scheiben die Kabel um.

Durch eine Öffnung im Kabelkanal greift die Hebelstange mit einer Klaue auf das sich bewegende Kabel zu. Die Geschwindigkeit des Kabels beträgt dabei knapp 10 Meilen pro Stunde. Der Wagenführer, der Grip Man, bringt den Wagen über die Hebelstange in Bewegung. Man kann sich vorstellen, dass die Tätigkeit dieses „Gripman“ enorme Kraft und Geschicklichkeit efordert und daher auch nicht jeder dafür geeignet war und ist.

Da der „Gripman“ beide Hände für den Antrieb benötigt, fährt auf jedem Wagen auch ein Bremser mit. Will der Fahrer anhalten, klingelt er einmal mit einer Glocke und während der Fahrer die Klaue lockert, betätigt der Bremser die Bremse.

Für das Abbremsen stehen zur Sicherheit drei voneinander unabhängige Systeme zur Verfügung. Erstens, ein Fußpedal zur Auslösung einer Klotzbremse, die sich auf die Laufflächen der Räder auswirkt, zweitens ein hebelbaum mit der Wirkung, dass sich ein Holzklotz der Schienenbremse auf die Gleise legt und drittenseine Schlitzbremse, deren Stahlkeil den Schlitz des Kabelkanals blockiert. Letztere fungiert hauptsächlich als Notbremse.


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