Der Morgen im thüringischen Jena startet mit Nebel und einer frostigen Eisschicht, die Wiese, Straßen und Dachziegel bedeckt. Die Temperaturen sind deutlich gefallen. Am frühen Morgen sieht man fröstelnde Menschen zur Straßenbahn laufen. Der Nachbar kratzt die Scheiben seines Autos frei und sein kleiner Sohn hält sich mit Sprints um den kahlen Baum an der Ecke warm.


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Herbstnebel über dem Saaletal

Der November hat begonnen. Die Tage werden immer kürzer und auch am Wochenende mag man jetzt nicht wirklich zeitig aus dem gemütlichen Bett steigen.

Aber Frühaufsteher werden besonders auch im Herbst mit tollen Naturschauspielen belohnt. Typisch für das Herbstwetter im Saaletal bei Jena und Kahla ist der Nebel, der am frühen Morgen die Sicht auf ein Minimum beschränkt.

Oftmals hört man bereits im aktuellen Wetterbericht, dass nur wenige Kilometer entfernt bereits die Sonne von einem strahlend blauen Himmel herabschaut, während bei uns im Tal noch eine weiße Suppe liegt.

Da lohnt sich aber durchaus der zeitige Sprung aus dem Bett und ein Ausflug hinauf auf die das Saaletal umgebenden Berge. Gesagt und getan: Vor wenigen Tagen starteten wir als kleines Wanderteam und begaben uns am frühen Morgen auf die Anhöhen über dem nur wenige Kilometer von Jena entferntem Kahla. Hoch droben über der Porzellanstadt Kahla thront die Leuchtenburg und wir waren mal gespannt, wie weit hinauf der Morgennebel reichte.

Wir wurden belohnt mit einem fantastischen Panoramablick über das im Nebel befindliche Saaletal, während bereits auf halbem Weg hinauf zur Leuchtenburg die Morgensonne ihre wärmenden Strahlen auf die Burg und uns warf.

 

Saaletal

 

So gelangen mal wieder einige sehr schöne Fotoaufnahmen, die wahrlich nur an solchen schönen Herbsttagen und am frühen Morgen möglich werden.

Auch wenn mittlerweile die Farbenpracht auf den Bäumen deutlich abgenommen hat – es werden sicher noch einige schöne Novembertage folgen. Außerdem muss ein Herbsttag nicht unbedingt bunt und mit blauem Himmel versehen sein. Gerade der Nebel gibt dieser Jahreszeit durchaus ein typisches Flair, das man nicht missen möchte.

Am schönsten ist aber natürlich der Sonnenschein nach oder über dem Nebel.

Schauen sie nur selbst.

 

Nebel
 

 


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Reif für die Insel

Der sonnige Herbst verabschiedet sich. Die blaue Farbe des Himmels weicht dem hellen Grau, das nun den ganzen Tag den Horizont bedeckt. Der Wind streicht durch die Äste der Bäume und lässt ganze Scharen von Blättern durch die Luft wirbeln.

Er scheint Spaß daran zu haben, diese roten und gelben Punkte, die einst das stolze Grün des Sommers verkörperten, auf Wiesen und Wegen zu verteilen.

Ich mag diesen Wind. Er erinnert mich gerade an einige schöne Tage hoch oben im Norden unseres Landes. NordseestarndIch sehe wieder die weiten und hohen Sanddünen vor mir, die einen majestätischen Blick auf die heraneilenden Wellen der Nordsee gestatten.

Ich rieche förmlich den salzigen Geschmack der Luft, die immer meine von der Großstadt nicht gerade verwöhnten Lungen im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen lässt.

Ich liebe das Meer.

Meine Gedanken und Erinnerungen sind auf dem Weg nach Juist. Dieses langgezogene Stück Land in der Kette der ostfriesischen Inseln ist nicht so bekannt wie seine Nachbarn Borkum und Norderney.

Die Fähre legt an. Das Empfangskomitee schwebt über der Anlegestelle und begrüßt die Menschen in der Sprache der Vögel des Meeres. Die Fahrt auf der Fähre hat keine zwei Stunden gedauert. Meist braucht sie nicht einmal 90 Minuten. Aber diese Überfahrt nach Juist lohnt sich.

Diese fast völlig autofreie Insel ist ein Ort, an dem man viel von dem findet, was der Trubel der Großstadt und die Anspannung unserer täglichen Arbeit uns nimmt. Ruhe, Erholung, Kreativität, Sport – manchmal braucht einfach nicht mehr. Vielleicht einmal abgesehen von dem gutes Essen.  Kurzurlaub in Juist verbringen heißt Erholung und Genuss pur.

juistEs ist alles so vertraut. Die Möwen scheinen sich bei jedem Besuch um den gleichen Fisch zu streiten, der alte Fischer sitzt immer auf der gleichen Bank vor seiner Hütte und wird wohl auch kaum die Sorte seines Pfeifentabaks wechseln.

Man ist angekommen.

Wenn der Weg von meiner thüringischen Heimat hinauf an die Nordsee nicht so lang wäre, dann würde ich wahrscheinlich viele Wochenenden an der Küste der verbringen. Aber so ist es wenigstens immer wieder ein besonderes Erlebnis, wenn man am Meer stehen kann, die Füße auf weichem Sand ruhen und von Wellen umspült werden.

Ein einsames gelb gefärbtes Blatt landet vor mir auf dem Balkon. Es holt mich und meine Gedanken zurück in die herbstliche Welt von Jena.

Aber ich bin mir sicher, dass das Meer auf mich wartet.

Nordsee

 


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Herbstliches Jena

Das ist wirklich ein fantastisches Herbstwetter an diesem Wochenende! Blauer Himmel, Tagestemperaturen um die 20 °C, eine Farbenpracht von den goldenen Nuancen fallenendem Laubes bis hin zu den roten Blättern einzelner Bäume und Sträuche.

Herbstlicher Wanderweg zum Jenaer Hausberg

Und der Wettergott meint es diesmal auch richtig gut mit all jenen, die in der Woche arbeiten müssen und oft ihren Arbeitsplatz erst verlassen, wenn Abend und Dunkelheit über Stadt und Land hereinbrechen. Wir haben es uns offensichtlich verdient, dass auch das Wochenende so schön bleibt.

Ich habe übrigens mal die Herbstfotos der letzten Jahre angeschaut und dabei ist mir am Datum der Aufnahmen aufgefallen, dass wohl fast in jedem Jahr zu dieser Zeit im Oktober eine Schönwetterperiode dieser Art zumindestens Thüringen heimsucht.

Als Motivation für einen ausgedehnten Herbstspaziergang oder eine lange Wanderung an diesem Wochenende poste ich mal noch ein paar Bilder aus der Umgebung von Jena, die am letzten Wochenende entstanden sind. Und dann zieht es mich erst einmal selbst hinaus in die Natur.

Vielleicht treffen wir uns irgendwo auf den vielen Wanderwegen unserer herbstlich-golden verzierten Stadt Jena zwischen dem Fuchsturm und dem Jenzig.

Viel Freude beim Wandern und Fotografieren. Genießen sie die Farbenpracht unserer Natur.

Jena

Blick auf das herbstliche Jena

 


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Goldener Herbst am Fuchsturm

Wir hatten schon die letzten Tage ein traumhaftes Herbstwetter und nun überrascht uns der aktuelle Wetterbericht damit, dass es wohl am nächsten Wochenende in ganz Deutschland einen richtigen goldenen Herbst geben wird. Die Temperaturen sollen sogar die 20 °C Grenze weit überschreiten. Das sind doch wahrlich gute Nachrichten und da kann man schon mal die Ausflugsziele am nächsten Wochenende ohne Regenschirm und dicke Herbstjacke planen.

Meine Heimatstadt Jena bietet in jeder Jahreszeit tolle Wanderrouten entlang der Berg- und Hügelketten mit fantastischen Ausblicken auf Stadt und Umgebung. Zum Wandern gefällt mir gerade die Herbstzeit besonders gut. Durch die vielen Mischwälder in unserer Umgebung, die mit einer Vielzahl unterschiedlicher Baumarten aufwarten kann, entsteht eine fantastische Mischung von Farben, Kontrasten und Eindrücken, die man in dieser Form nur in dieser Jahreszeit erleben kann.

Ein beliebtes Ziel, der Fuchsturm hoch droben auf dem Hausberg, liegt nur wenige Wanderkilometer von meiner Haustür entfernt. Man kann ihn aus verschiedenen Richtungen aus dem Jenaer Tal heraus erreichen. Es führt auch eine Straße über Ziegenhain direkt zu der Ausflugsgaststätte am Fuchsturm. Unterwegs kann man an verschiedenen Stellen parken und somit die Wanderdistanz den eigenen Vorstellungen anpassen.

Vielleicht macht die folgende Fotoimpression vom Fuchsturm, die ich vor etwa 2 Wochen vom tal aus fotografiert habe.Lust auf eine kleine Wanderung in den nächsten tagen. Momentan dürfte die Farbenpracht sogar noch schöner sein und ich hoffe, dass sie sich noch bis zum nahenden Wochenende erhält. Dann dürfte sich ein weiterer Ausflug mit der Kamera im Gepäck noch einmal richtig lohnen.

Herbst


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Morgens in Shanghai

Ein Herbstmorgen in Shanghai. Diese sonst unbeschreiblich lebendige Metropole Chinas ist noch müde.

Ich sitze inmitten der erwachenden Großstadt.  Nur wenige Menschen zieht es so früh hinaus auf die weiten Flächen vor dem Fluss. Vom Trubel des gestrigen Tages und dem pulsierenden Leben des vergangenen Abends ist jetzt nichts zu spüren. Shanghai streckt sich noch kurz, die Stadt scheint sich noch einmal mit ihrem Kissen auf die andere Seite zu drehen und beschließt dann doch, die Augen zu öffnen und der aufgehenden Sonne entgegen zu blinzeln.

Es ist wahrlich noch früh am Morgen. Meine Familie und die Freunde in Deutschland sind wahrscheinlich gerade ins Bett gegangen. Wenn sie aufstehen, dann werde ich bereits wieder in einem Meer von Menschen, Farben und Düften inmitten moderner Wolkenkratzer baden oder durch die ehrwürdigen Häuser vergangener Jahrhunderte bummeln.

Aber noch liegt ein leichter Nebel über der Promenade am Ufer des träge dahinfließenden Huangpu. Die Sonne hat sich bereits ihren Weg durch die Silhouette der Großstadt gebahnt und schaut beeindruckt auf die Frühaufsteher am Rande des Flusses. Sie schaut nur kurz auf mich, auf den deutschen Touristen, der da einfach nur auf einer Bank sitzt und den Morgen genießt.

Sie schaut aber genauso fasziniert wie ich auf die Menschen vor mir, die einer chinesischen Kunst des Frühsports nachgehen, deren Namen ich nicht kenne. All diese mit sich und der Stadt im Einklang befindlichen Menschen scheinen mit geschmeidigen Bewegungen in den scheinbar lautlosen Rhythmus des aufbrechenden Tages zu treten. Keine Bewegung ähnelt der nächsten, aber alles bildet eine Harmonie.

Diese Ruhe und Harmonie findet man in hier am Bund, der bekannten Uferpromenade im Herzen von Shanghai, natürlich nur am frühen Morgen. In wenigen Stunden wird diese Stille abgelöst durch pulsierendes Leben, wie man es nur in wenigen Städten in China erlebt.

Shanghai scheint nicht nur mit jedem Tag zu wachsen. Diese Stadt macht es wirklich. Kaum jemand weiß, wie viel Zuwachs diese Metropole der Superlative jeden Tag bekommt. Auch die Anzahl der wöchentlich neugebauten Häuser wird wohl eher im Nebel liegen.

Der Nebel über dem Fluss gibt mittlerweile den Blick auf die in den Himmel ragenden Wolkenkratzer frei. Einige Kähne und Schlepper läuten den Arbeitstag ein. Der Oriental Pearl Tower auf der anderen Seite des Flusses streckt sich mit seiner ganzen Größe in den Himmel. Er wirkt auch am Morgen so majestätisch wie in der gestrigen Nacht, auch wenn all das faszinierende Spiel der Farben und Lichter für die Stunden bis zum Abend pausiert.

Heute geht es weiter. Wir werden Shanghai hinter uns lassen und ich freue mich auf die Reise in wunderbare Gebiete dieses riesigen Landes. Aber ich werde mit Sicherheit wieder kommen. Bis bald, Shanghai.

 


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Toskana Impressionen

Laut Wetterbericht gibt der Sommer wohl an diesem Wochenende Mitte September noch einmal ein wenig Gas. Es werden bei uns hier immerhin noch einmal Temperaturen deutlich über 25 °C erwartet.

Aber bald werden die ersten Herbststürme die warmen Temperaturen zur Seite fegen.

Aber immerhin bleiben da noch die Erinnerungen an den Sommerurlaub. Wenn man ihn in Deutschland verbracht hat dann können da natürlich durchaus nur Gedanken an kühle und verregnete Tage übrig geblieben sein.

Ich habe zwei Wochen in der Toskana verbracht und da kann man sich in der Regel wahrlich nicht über zu niedrige Temperaturen beschweren. Bei deutlich über 30°C und keinem einzigen Regentropfen in 14 Tagen Urlaub kann man getrost von einem sonnigen Urlaub sprechen.

Die Toskana ist voller Fotomotive und als ambitionierter Hobbyfotograf sucht man natürlich immer das Besondere, dass die betreffende Reiseregion so einmalig macht.

Von vergangenen Reisen in die Toskana hatte ich ohnehin schon zahlreiche Fotos und habe die Festplatte voller Bilder von Städten wie Pisa, Florenz und Siena. Natürlich sind auch viele Fotos von Weinbergen, Zypressen und typischen Bauernhäusern schon dabei.

Diesmal habe ich im Süden der Toskana einen Flecken Landschaft entdeckt, der auf mich als Landschaftsliebhaber und Fotograf gleich einen besonderen Reiz ausübte. Ein riesiges Getreidefeld, dass sich über sanfte Hügel bis zum Horizont ausbreitete.


Dahinter der strahlend blauen Himmel mit wenigen weißen Wolken. Der Anblick war kaum durch irgendeinen Tupfer einer anderen Farbe unterbrochen. Da standen nur in sehr weiter Ferne ein paar Zypressen und da lag auf einer Seite ein einsames Bauernhaus inmitten des goldgelben Getreides.
Also klickte der Auslöser meiner Kamera recht oft und ich habe dann später am heimischen PC auch einige Panoramaaufnahmen zusammengefügt, die die Weite der Szene sicher noch unterstreicht.

Aber schaut selbst und spürt einfach noch ein wenig die Wärme dieses sonnigen Sommertags in der Toskana inmitten eines riesigen einsamen Feldes mit tausenden von Getreideähren.

 

Feld in der Toskana


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Auch wenn Jena nicht gerade die Hochburg des deutschen Karnevals ist – man spürt auch in unserer Ecke von Thüringen heute den Hauch der 5. Jahreszeit.
Ich war vor einigen Monaten in der wunderschönen Stadt Venedig und habe in den letzten Tagen einige Reportagen vom dortigen bunten Treiben in der Karnevalszeit gesehen. Masken sieht man über das gesamte Jahr in Venedig, aber ich habe keine wirkliche Idee von der Karnevalszeit in der Lagunenstadt.

Da habe ich mich mal ein wenig über diese festlichen Tage in Venedig schlau gemacht.

Der Carnevale di Venecia soll wohl erstmalig nach der dramatischen Pest im 16. Jahrhundert gefeiert worden sein. Grund genug für Feierlichkeiten, Ausgelassenheit und Lebensfreude gab es mit Sicherheit nach dem Überleben der tödlichen Krankheitswelle. In den Folgejahren entwickelte sich der Karneval in Venedig zu ausschweifenden Serien von Maskenbällen, die die Stadtväter und Ordnungshüter durchaus vor Probleme stellten.

Während der Herrschaft von Napoleon wurde das Karnevalsfest aus Sorge vor Zusammenrottung und möglichen Verschwörungen verboten. Selbst nach der Zeit Napoleons hielt sich das Verbot noch sehr lange und erst im Jahr 1980 wurde der Karneval in Venedig hauptsächlich als Touristenattraktion ganz offiziell wieder eingeführt.

Heute sind wieder die zahlreichen kunstvoll verzierten Masken die Wahrzeichen des Karnevals in Venedig.

Karneval


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