Auf unserer Reise und den Wanderungen durch Ostkreta haben wir viele Ausgrabungen und Kulturgüter gesehen, darunter auch den Palast von Malia. Er gehört zu den drei großen minoischen Palästen, die im Verlauf des 20. Jahrhunderts freigelegt wurden.

kreta-386

Der Mythologie nach gehörte der Palast von Malia dem König Sarpedon, einem Bruder von Minos. Das Bauwerk hatte eine sehr gute strategische Lage, da es an einem wichtigen Handelsweg lag, der die Mitte und den  Osten der Insel verband. Das Palastgebiet hat einen Durchmesser von ca. 600 m und die Ausdehnung der damaligen Stadt wird auf auf etwa 80 ha geschätzt.

kreta-385 kreta-379 kreta-364

Da der Name des Palastes nicht überliefert wurde nennt man ihn heute einfach nach dem Namen des Ortes, der nur 2 km entfernt ist, Malia.

Im Gegensatz zu Knossos sieht man in Malia keine figürlichen Wandbilder oder Fresken. Ein Teil der 3500 Jahre alten Gemäuer wird heute mit Überdachungen vor der Witterung geschützt und das rötliche Gestein unter den Schutzdächern gibt diesem Teil der Anlage eine besondere Farbnote.

kreta-malia   kreta-355

Man kann eine ganze Reihe von gut erhaltenen großen Tongefäßen bewundern, die zum größten Teil mit Ösen versehen waren, die zur Seilverschnürung beim Transport dienten.

kreta-359

Man geht davon aus, dass dieser Ort schon in der Jungsteinzeit bewohnt war und der erste Palast um 1900 vor Christus errichtet wurde. Nach dessen Zerstörung um 1700 v. Chr. wurde nur ein kleinerer Palast gebaut, dessen Ruinen heute zu sehen sind.

Die Ausgrabungen begannen 1921 und werden auch heute noch fortgesetzt. Dies geschieht unter Leitung des Französischen Archäologischen Institut Athen.

kreta-393


mehr

Der relativ kleine Ort Elounda liegt weit östlich auf der Nordseite von Kreta zwischen Plakia und Agios Nikolaos.
Elounda ist ein Luxusdomizil für Urlauber geworden und im südlichen Teil der malerischen Mirabello-Bucht reihen sich viele Edel-Herbergen aneinander, wobei der Ort und die Küstenlandschaft immer noch einen ursprünglichen Charakter erhalten konnten.

kreta-124

Typische schneeweissen Häuser, umgeben von der mediterranen Vegetation und einem tiefblauen Meer, geben dem Ort ein gewisses Flair und der gehobene Standard der meisten Hotels und Herbergen zieht eher wohlbetuchte Reisende als Rucksacktouristen an.

kreta-119

In der Antike war Elounda unter dem altgriechischem Namen Olous bekannt und war einer der bedeutendsten Häfen Kretas. Olous versank im 4. Jahrhundert nach Christus, als sich der Osten Kretas senkte.

Heute kann man immer noch einige Mauern der untergeganenen Stadt unter dem Wasserspiegel erkennen.

kreta-562 kreta-567

Auch die Venezianer nutzten die Bucht als Hafen und errichteten auf der damaligen Halbinsel Spinalonga eine Festung zum Schutz des Hafens.

Heute ist Elounda ein schöner Platz zum Relaxen und Genießen, wie man auf den sehen kann.

kreta-130 kreta-134


mehr

Wann hat man schon mal die Chance und kann aus kurzer Entferung in die Augen und das Maul eines lebenden Haifisches blicken, ohne auch nur die geringste Furch haben zu müssen?
Das kann man zum Beispiel im Cret@uarium auf Kreta, das sich ganz in der Nähe von Gournes befindet.

kreta-441

Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Besonders an einem der ( seltenen ) Regentage auf Kreta kann man durchaus einige Stunden in dem wirklich schön und großzügig angelegten Aquarium zubringen.
Fast 3000 Meeresbewohner tummeln sich in zahlreichen Aquarien und können beobachtet werden.

kreta-458

Entspannende Musik und das Flair von Farben, schwimmenden Fischen und Reptilien lässt eine besondere Athmosphäre entstehen, die man einfach nur genießen sollte.

kreta-462

Dies ist ein lohnendes Ausflugsziel, besonders auch für Familien mit Kindern. Das Crete Aquarium gehört zum griechischen Zentrum für Meeresforschung, welches selbst Teil des Forschungsprojekts Thalassocosmos ist und ein Teil der Eintrittseinnahmen kommt diesem Projekt und dem Schutz der einheimischen Tierarten zu.

kreta-461

kreta-446


mehr

Das kleine Bergdorf Kritsa

In der Gegend um Agios Nikolaos in Ostkreta, im Dikti-Gebirge, liegt das Bergdorf Kritsa, das auch schon als Hintergrundkulisse und Drehort bekannter Filme diente. Besonders durch den Spielfilm “Der Mann, der sterben musste”, der hier mit vorwiegend einheimischen Darstellern gedreht wurde, hat sich Kritsa einen namen gemacht. Aber nicht nur deshalb lohnt sich ein kleiner Abstecher zu diesem Ort.

kreta-317

Mit ca. 3000 Einwohnern ist Kritsa fast schon nicht mehr als Dorf zu sehen und durch die Hanglage, die weißen Häuser, die Kirche, die zahlreichen Olivenbäume und die beeindruckende Gebirgslage bietet der Ort optische Reize, die sich beim Bummel durch die engen Gassen noch verstärken.

kreta-323 kreta-342 kreta-328

Besonders in der Saison werden den Besuchern, die Kritsa oft auf dem Weg zu den Ruinen von Lato besuchen, schöne Kunstgegenstände, die meist von den Einheimischen selbst gefertigt werden, zum Kauf angeboten. Dazu gehören gewebte Teppiche, Ikonen und vielen weiteren Handarbeiten und man kann oft den Frauen bei Stickarbeiten zuschauen oder auch dem Schuster, wie er Stiefel noch alter Handwerkskunst per Hand zuschneidet und näht.

kreta-332

kreta-325 kreta-320


mehr

Ein Besuch der Kirche Panagia Kera, was „Herrin Gottesmutter“ bedeutet, mit ihren wundervollen Fresken ist sehr lohnenswert, wenn man auf Kreta weilt. Man dies mit einer schönen Wanderung durch Olivenhaine verbinden und z.B. zu dem kleinen Ort Kritsa wandern, der nur knapp 3 km von der Kirche entfernt liegt.

Beide, sowohl Panagia Kera als auch Kritsa, sind durch verschiedene Filme bekannt geworden, so u.a. durch Verfilmung des Romans „Alexis Sorbas“ von Nikos Kazantzakis mit Anthony Quinn in der Hauptrolle.

kreta-163

Die Kirche Panagia Kera zählt sicher zu den interessantesten und sehenswertesten Gotteshäusern auf Kreta, auch wenn sie auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt. Allerdings bildet sie aus der richtigen Perspektive, im Sonnenschein und mit blauem Himmel eines der wohl bekanntesten Postkartenmotive der griechischen Insel.

Der Eintritt von 3 EUR in die doch eher kleine und überschaubare Kirche wirkt auf den ersten Blick recht hoch, aber man leistet damit auch einen Beitrag zur Erhaltung und Restaurierung der sehr schönen Fresken mit Darstellungen aus dem Leben Christi und der Jungfrau Maria.

kreta-167 kreta-171
kreta-177

Gerade wenn man nur wenige Tage auf Kreta verbringt dann ist der Besuch von Panagia Kera und dem angrenzenden Bergdorf Lato auf jeden Fall zu empfehlen. Hier findet man noch mehr Fotos und Reiseberichte von Panagia Kera und Kreta.


mehr