Natürlich gehört der Besuch des Weihnachtsmarktes in der Heimatstadt zur Adventszeit jeden Jahres. Dieses Jahr habe ich nicht nur die obligatorische Bratwurst und den Glühwein als Anlass für den Besuch des Weihnachtsmarktes in der guten Stube von Jena genommen, sondern ich war mit Stativ und Fotokamera auf Fototour.

Es hat leider recht stark geschneit und die Sicht war dementsprechend nicht besonders gut, aber ich glaube trotzdem, dass ein paar stimmungsreiche Bilder der Vorweihnachtszeit entstanden sind.

Mir gefallen besonders die Panoramaaufnahmen aus je zwei Einzelbildern, die ich aus der Sportsbar neben dem Stadtmuseum geschossen habe und dann am Rechner mit der Merge Funktion von Photoshop zusammengesetzt habe.

Riechen Sie beim Anblick der Bilder auch den Duft von würzigem Glühwein und Thüringer Rostbratwürsten? Auch  wenn sie den Duft nicht wahrnehmen gibt es viele Gründe, um einfach noch am 4. Advent den Besuch des Jenaer Weihnachtsmarktes ins Wochenendprogramm aufzunehmen.

Weihnachtspanorama in Jena

Der Blick auf den historischen Marktplatz in Jena zur Vorweihnachtszeit.

Blick aus der Sportsbar auf den Weihnachtsmarkt

Das ehrwürdige historische Rathaus und Hanfried auf seinem Denkmalssockel wachen über dem Weihnachtsmarkt.

Das Rathaus zur Weihnachtszeit Hanfried fühlt sich nicht gestört


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Goldener Herbst an der Saale

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Der Goldene Herbst mit all seinen wunderbaren Farben ist nun leider in eine typische verregnete Novemberzeit übergegangen. Aber es bleiben noch die schönen Bilder und Fotos an einige sonnige Tage im späten Oktober. Diese Fotos sind entstanden bei einem Spaziergang an der Saale in Kahla, unweit von Jena, und man mag es kaum glauben, bei Temperaturen von fast 20 °C am Ende des Oktobers.

So schön kann Herbst in Deutschland sein.

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Alcatraz – The Rock


Wenn ich San Francisco besuche und dort am Wasser stehe und auf die immer noch unheimlich wirkende Insel sehe, dann frage ich mich wie wahrscheinliche viele andere Touristen auch, ob es denn wirklich je einer geschafft hat, von dieser Gefägnisinsel zu fliehen.

Alcatraz bekam seinen Namen von ihrem ersten spanischen Besucher im 16. Jahrhundert. Der Name selbst stellt nichts bedrohliches dar, denn Alcatraz heißt auf Deutsch Pelikan, da auf diesem rauen Sandsteinbrocken unzählige dieser  Vögel nisteten.

Alcatraz galt als das sicherste und berüchtigste Gefängnis in den USA. Die fast vegetationslose Insel Alcatraz erhielt nicht umsonst die Beinamen „Fels der Verzweiflung“, „Insel des Teufels“ oder auch einfach nur „The Rock“.

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Die Befestigungsanlage wurde in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges als Militärgefängnis umfunktioniert und in der Zeit des 1. Weltkrieges wurden dort Wehrdienstverweigerer inhaftiert. Von 1933 bis 1963 wurde Alcatraz dann zum berüchtigsten und gefürchtesten aller Bundesgefängnisse der USA für unverbesserliche Straftäter.
Mehr als 250 Häftlinge wurden zur gleichen Zeit nie im Gefängnis untergebracht. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit der Häftlinge betrug zehn Jahre und sie bekamen in dieser Zeit niemals eine Zeitung zu lesen, ein Radio oder Fernseher zu Gesicht.
Die eiskalten Wassertemperaturen, die tückische Strömung und die Anzahl der Wärter (auf drei Insassen kam ein Wärter) machten die Gefängnisinsel fast ausbruchsicher. Außerdem gab und gibt es auch Haie in der Bucht. Von den insgesamt 1.576 Häftlingen, die in den drei Jahrzehnten in Alcatraz inhaftiert waren, versuchten nur 34 einen Ausbruch bei 14 verschiedenen Versuchen. 23 wurden innerhalb einer Stunde noch auf der Insel wieder gefangen, sechs auf der Insel erschossen und von fünf hat man nie wieder was gehört. Sie wurden auch später nie wieder von einem gesehen, obwohl es immer wieder Gerüchte gab, man habe sie in Südamerika oder sonst wo gesichtet. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie durch die Strömung in den Pazifischen Ozean abgetrieben wurden und dort ertranken oder erfroren.


Die Kosten, die das Gefängnis verursachte, führten 1963 zur Schließung von Alcatraz. Der Unterhalt der Gefängnisinsel wurde den Politikern und Verantwortlichen einfach zu teuer. Da waren einerseits die unheimlich hohen Personalkosten, immerhin kam auf einen Häftling ein Wärter, und die Versorgungskosten, da auf die isolierte Insel alles herangeschafft werden musste.

Das Personal musste auf der Insel leben, was zusätzliche Kosten für den Unterhalt ergab. Auch die Instandhaltungskosten der Gebäude, die durch die salzhaltige Luft stark angegriffen wurden, waren immens hoch.

Robert Kennedy, der damalige Justizminister, sagte nach einer Analyse der Situation, dass es billiger wäre, einen Gefangenen im New Yorker Nobelhotel Waldorf Astoria unterzubringen als auf Alcatraz.

Die Insel und das Gefängnis muss man auf eigene Faust besichtigen und man sollte dafür 2 – 3 Stunden einplanen. Empfehlenswert ist eine deutschsprachige Audio-Tour, bei der man einen Walkman bekommt und mit Hilfe von Geräuschen und deutscher Übersetzung von Aussagen ehemaliger Häftlingen können Sie die Stimmung sehr gut nachempfinden, die innerhalb des Zellenblocks auf Alcatraz geherrscht haben muss.

Erwähnenswert ist natürlich, dass man neben dem Gefängnis auch die beeindruckende Aussicht auf die Skyline San Franciscos und die Golden Gate Bridge genießen kann.


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Cable Cars in San Francisco

Ein weltbekanntes Markenzeichen San Franciscos sind die kabelgezogenen Straßenbahnen – the Cable Cars. Das über 100 Jahre alte Verkehrsmittel fuhr erstmals im August 1873 die Clay Street hinab und steht heute unter Denkmalschutz, nachdem es 1984 nach einer fast 100 Mio teuren Renovierung wieder in Betrieb ging
Es befinden sich noch drei Linien mit einem gesamten Schienennetz von 17 km und ca. 40 Wagen in Betrieb – die Powell-Hyde-Line ( Nr. 60 ), die Powell-Mason-Line ( Nr. 59 ) und die California Line ( Nr. 61).

Bereits in den Goldminen Kaliforniens wurden Transportwagen eingesetzt, die über Transportseile bewegt wurden. Andrew Hallidie, ein Ingenieur und Kabelbauer, übertrug das Transportprinzip auch auf personenbefördernde Wagen. Seinerzeit gab es immer wieder Unfälle mit Pferdekutschen, bei denen die Wagen dann in Folge die steilen Straßen hinab brausten. Die riskante Beförderung durch Pferde auf den stark abschüssigen Strassen wurden dann durch Cable Cars ersetzt und diese traten dann ihren Siegeszug in San Francisco an. Andrew Hallidie lenkte 1873 selbst die erste Cable Car-Fahrt durch die Clay Street und versuchte die zunächst skeptische Bevölkerung von der neuen Technik zu überzeugen.

Die Cable Cars stellten sich als sichere Transportmöglichkeit auf diesen steilen Straßen heraus und somit konnten auch schwerer zugängliche Stadtgebiete erschlossen werden. Ohne die Einführung des Prinzips der cable Cars wäre San Francisco wahrscheinlich deutlich langsamer gewachsen.

Zu ihrer Hoch-Zeit Ende des 19. Jh. gab es fast 600 Bahnen, die auf 21 Linien mit ca. 160 km Schienennetz unterwegs waren. Am 18. April 1906 passierte große Erdbeben von San Francisco und zerstört alle Cable-Car-Linien. Nur ein Teil wurde wieder aufgebaut.

Das technische Prinzip eines Cable Car ist relativ einfach erklärt – Zwischen den Schienen, aber unter der Straße, läuft ein endloses Drahtseil in einem Kabelkanal. Im Kabelkanal selbst verlaufen die Kabel in einer Art Endlosschleife und nur an den Endstationen lenken horizontal angeordnete Scheiben die Kabel um.

Durch eine Öffnung im Kabelkanal greift die Hebelstange mit einer Klaue auf das sich bewegende Kabel zu. Die Geschwindigkeit des Kabels beträgt dabei knapp 10 Meilen pro Stunde. Der Wagenführer, der Grip Man, bringt den Wagen über die Hebelstange in Bewegung. Man kann sich vorstellen, dass die Tätigkeit dieses „Gripman“ enorme Kraft und Geschicklichkeit efordert und daher auch nicht jeder dafür geeignet war und ist.

Da der „Gripman“ beide Hände für den Antrieb benötigt, fährt auf jedem Wagen auch ein Bremser mit. Will der Fahrer anhalten, klingelt er einmal mit einer Glocke und während der Fahrer die Klaue lockert, betätigt der Bremser die Bremse.

Für das Abbremsen stehen zur Sicherheit drei voneinander unabhängige Systeme zur Verfügung. Erstens, ein Fußpedal zur Auslösung einer Klotzbremse, die sich auf die Laufflächen der Räder auswirkt, zweitens ein hebelbaum mit der Wirkung, dass sich ein Holzklotz der Schienenbremse auf die Gleise legt und drittenseine Schlitzbremse, deren Stahlkeil den Schlitz des Kabelkanals blockiert. Letztere fungiert hauptsächlich als Notbremse.

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Das höchste Gebäude der USA soll umbenannt werden

Der Londoner Versicherungsmakler Willis Group Holdings zieht in den Sears Tower, dem höchsten Wolkenkratzer der USA ein.
Es klingt wie ein verfrühter Aprilscherz, aber er hat auch die Namensrechte an dem 442 Meter hohen Turm gekauft und der Tower soll nun einen neuen Namen bekommen. Er soll zukünftig „Willis Tower“ heißen.

Das Wahrzeichen Chicagos, das bei seiner Eröffnung im Jahr 1973 das höchste Gebäude der Welt war und diesen Titel erst 1998 verlor, nachdem die Petronas Twin Towers in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur mit 452 Metern errichtet wurden, soll den neuen Namen wohl schon im Juni dieses Jahres offiziell bekommen.

Für alle, die den Sears Tower wie ich gut kennen und dies auch eher enttäuschend zur Kenntnis nehmen, und natürlich auch für diejenigen, die ihn noch kennenlernen wollen, sind hier ein paar Aufnahmen von der Aussichtsplattform auf das grandiose Panoráma von Chicago.

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Chicago im Winter

Besonders im Winter wird Chicago seinem Nickname mehr als gerecht – The Windy City. Kalt und windig, und doch mit einer einmaligen Athmosphäre, so präsentiert sich Chicago dem Gast, ob er denn nun auf einem Urlaubsabstecher oder zum Business in die Metropole am Lake Michigan kommt.

Die Stadt hat 3 Millionen Einwohner, verglichen mit New York ist dies eher bescheiden klein, aber für viele Besucher wirkt sie fast riesiger als als die Stadt um den Big Apple.

Als ich Kind war, musste ich bei dem Namen Chicago unweigerlich an Bandenkriege, Mafia, organisierte Verbrechen, an Schießereien, aber auch an riesige Schlachthäuser denken. Dieses Image hat Chicago lange geprägt, aber heute hat sie nicht mehr oder weniger Kriminalität als andere Großstädte der USA.

Das Stadtbild ist durch viele Einwanderer aus verschiedenen Staaten geprägt und ist eine Mischung verschiedener Nationalitäten. Es hat aber bis 1983 gedauert, bis die Stadt ihren ersten schwarzen Bürgermeister gewählt hatte.


Und ein späterer Einwohner sollte dann im Jahr 2009 der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden…

Mehr Bilder gibt es auf meiner Foto-Webseite mit Reiseimpressionen und Landschaftsbildern.


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