Das weihnachtliche Thüringen

Nun steht Weihnachten vor der Tür und es wird in diesem Jahr seit langer Zeit mal wieder eine weiße Weihnacht im gesamten Land werden. Die Weihnachtsmärkte haben fast überall mittlerweile geschlossen und da werde ich hier noch einen letzten virtuellen Streifzug durch einige Thüringer Weihnachtsmärkte unternehmen, indem ich einfach mal einige der Fotos heraussuche, die ich in den letzten Wochen geschossen habe.
Schnee musste man auch in der Adventszeit nicht suchen, er war einfach fast über die gesamte Zeit überall in Thüringen reichlich vorhanden. Und so strahlen die Bilder die Kälte von eisigen Temperaturen, aber auch die wohlige Wärme der Lichter der Vorweihnachtszeit aus.
Also begleiten sie mich doch noch ein letztes Mal auf meinem Bummel über verschiedenen Weihnachtsmärkte von Jena bis hinunter nach Lauscha im tiefsten Thüringer Wald.

Beginnen wir doch heute unsere Tour auf dem kleinen aber schönen Adventsmarkt auf dem Schloss Kochberg in Großkochberg.

Winterliches Großkochberg

Das Schloss war bei meinem Besuch am 2. Advent in ein weißes Kleid geschlüpft, der Himmel war fast wolkenlos blau und das Rot der weihnachtlichen Stände machten die Postkartenbilder perfekt.

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Weiter geht es. Noch etwa 40 km hinein in den Thüringer Wald und man kommt in das kleine, aber weltbekannte Lauscha. Lauscha ist das thüringische Zentrum der Glasbläserei. Auf Schritt und Tritt begegnet man diesem Handwerk und erst recht zur Weihnachtszeit.

Willkommen auf dem Lauschaer Kugelmarkt. Hier wurde es aber nun doch etwas diesig und es schneite. Aber es wurde ohnehin bald dunkel.

Lauscha im Winterkleid

Kugelmarkt in Lauscha

Weihnachtliches Lauscha

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Weiter geht es in die Landeshauptsstadt von Thüringen – Erfurt. Der Erfurter Weihnachtsmarkt fasziniert allein schon durch die herrliche Domkulisse.

Rummel in Erfurt

Erfurter Weihnachtsmarkt

Weimar liegt zwischen Erfurt und Jena und ist nicht nur zur Weihnachtszeit ein Platz der Kultur und Kunst. Der Weihnachtsmarkt zieht sich durch die halbe Innenstadt und schmiegt sich in die historischen Straßen, Plätze und Gassen.

Der Weihnachtsmarkt von Weimar

Weimar zur Adventszeit

Nun sind es nur noch ungefähr 20 Kilometer zurück in meine Heimatstadt Jena. Und hier begrüßt der historische Marktplatz rings um den Hanfried seine Gäste mit weihnachtlichem Angebot.

Jenaer Weihnachtsmarkt

Die alte Göhre im Weihnachtsschmuck

Wer sich jetzt wundert, dass man all diese Aufnahmen an einem Tag machen kann, dem sei gesagt, dass diese Tour und die Fotos über zwei Wochenenden gemacht wurde.


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Kreta ist eine faszinierende Mittelmeerinsel mit vielen wunderbaren Facetten an Landschafts- und Kulturreichtum. Am intensivsten kann man die Insel erkunden, indem man sie auf Schusters Rappen erwandert. Schneller ist man aber natürlich, wenn man sich einen motorisierten Untersatz bei einem der zahlreichen Autovermieter besorgt.

Aber das Fahren auf Kreta kann auch gewaltig Nerven kosten und daher habe ich einige kleinere Tipps zum Fahren auf Kreta zusammengefasst.

Zustand der Straßen auf Kreta

Dies gilt vor allem beim Befahren von Gebirgsstrecken mit unübersichtlichen und schmalen Kurven. Man muss auch die schlechten Straßenbeläge und Zustände in Kauf nehmen, die von Schlaglöchern bis aufgrund von Steinschlag kaum befahrbaren Stücken reichen. Dies gilt besonders für den äußersten Osten von Kreta.

Oft strapazieren große, plötzlich auftauchende Schlaglöcher die Achsen des Wagens und man muss leider damit rechnen. dass der technische Zustand der Mietwagen schon allein wegen der Straßenzustände nicht besonders gut ist. Berichte von ständigen Reifenpannen sind keine Ausnahme.

Besondere Vorsicht muss man an Baustellen walten lassen, da man nicht unbedingt damit rechnen kann, dass Einheimische an schmalen Stellen Rücksicht nehmen. Busse haben an schmalen Stellen prinzipiell Vorfahrt und darauf drängt auch jeder Busfahrer, egal wie ungünstig man selber manövrieren muss.
Kreta ist bekannt für zahlreiche streunende Ziegen, plötzlich auf der Straße stehende Maultiere, Hunde oder Katzen und man bekommt durchaus mit den Kretern gewaltigen Ärger, wenn man ihr heiliges Vieh in irgendeiner Form verletzt.

Einige spezielle Regeln

Auf vielen Straßen fehlen Markierungen und Befestigungen. Daher ist es dringend zu empfehlen, vor unübersichtlichen Kurven und beim Überholen kurz zu hupen, um den vorausfahrenden und möglicherweise entgegenkommenden Fahrzeugen eine Warnung zu geben.

An Bergstraßen hat Normalerweise der Abwärtsfahrende das Vorrecht des Fahrens auf seiner Seite, was allerdings nicht für Busse gilt.

Scheinwerfer müssen auch tagsüber eingeschaltet sein.
Auf größeren Straßen gibt es einen befahrbaren Randstreifen, der auf Kreta durchaus als normale Fahrspur dient. Aber Vorsicht – er endet oft ohne Vorwarnung!

Höchstgeschwindigkeit

Auf der Nationalstraße im Norden Kretas beträgt die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h, sofern nicht andere Beschilderungen angezeigt sind. Innerhalb von Ortschaften sind die bei uns auch üblichen 50 km/h erlaubt, wobei dies in vielen Orten auf 30 km/ h beschränkt wird.

Busse, Wohnmobile und Motorräder über 100 ccm dürfen außerhalb von Ortschaften 80 km/h fahren, Motorräder unter 100 ccm, sind auf 70 km/h beschränkt.

Ich wünsche eine gute und sichere Fahrt auf meiner Lieblingsurlaubsinsel Kreta!


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Bei uns sagt man, dass ein Mann in seinem Leben mindestens drei Dinge tun muss: ein Kind zeugen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen.
In Griechenland sollte ein Mann auch einen Baum pflanzen, am besten einen Olivenbaum. Aber dort sagt man auch: Der Großvater pflanzt ihn, der Vater beschneidet ihn, und der Sohn erntet die Früchte. Und tatsächlich tragen die Olivenbäume in den ersten sieben bis 10 jahren Jahre keine Früchte. An eine erste Ernte kann man frühestens im 11. oder 12. Jahr denken.

Dafür kann ein Olivenbaum dann aber auch mehr als 150 Jahre lang die wunderbaren Olivenfrüchte tragen, wobei die Menge durchaus bis zu 100 kg pro Baum erreichen kann.

Oliven gehören mit zu den beliebtesten und gesündesten Früchten, die es im Mittelmeeraum gibt. Sie finden in Salaten, Cocktails Verwendung oder werden pur gegessen.

Die gesündeste und begehrteste Art der Verwendung von Oliven ist allerdings das Olivenöl.
Auch als „flüssigen Goldes“ bezeichnet, ist die Herstellung von Olivenöl recht aufwendig, wenn man bedenkt, dass pro Baum durchschnittlich nur 5–10 Liter Öl gewonnen werden können.
Olivenbäume gedeihen fast nur in mediterranem Klima und benötigen viel Sonne, die ein Garant für hohen Ölgehalt in den Früchten ist.

In Griechenland hat die Produktion von Olivenöl Tradition und besonders auf der Mittelmeerinsel Kreta gedeihen Olivenbäume in fast allen Winkeln der Insel. Mittlerweile werden auf Kreta meist die schwarzen Tafel- und vor allem die Oliven, aus denen Öl gewonnen wird, angebaut.
Zur Ernte wartet man oft einfach darauf, dass die reifen Oliven vom Baum auf untergelegte Tücher oder Netze fallen. Die Oliven, die zur Ölverarbeitung in die Presse wandern, werden nach Beginn der Schwarzfärbung geerntet.
Die frisch gepflückten Oliven werden schnellstens in die Ölmühle gebracht, denn lange Lagerung schadet nur der Qualität. Das Kaltpressen geschieht bei Temperaturen um die 37–40 °C.
Je weniger Ölsäure, sprich freie Fettsäuren, das Olivenöl enthält, desto qualitativ hochwertiger ist es.

Man sagt, dass auf Kreta und in der Toskana die besten Olivenöle hergestellt werden. Geschmacklich gibt es tatsächliche viele Unterschiede und mit diesen beiden Ölen gibt man seinem Körper mit Sicherheit etwas Gutes.


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Weit im Osten Kretas liegt der Ort Kato Zakros. Tiefe Canyons und rötliches Felsgestein, dies ist die Landschaft, die sich nördlich des Ortes ausdehnt. Der Zakros-Bach hat sich hier im Laufe der Jahrtausende eine tiefe Schlucht gegraben und diese bekannte Schlucht Kretas verläuft von dem Bergdorf  Zakros hinunter bis zu dem Ort am Meer Kato Zakros. Dieser Canyon trägt den Namen “ Tal der Toten“, da die Minoer in diesem Tal ihre Toten in den natürlichen Löchern der Talwände begraben haben. Man findet aber heute keine Überbleibsel mehr, da die Funde schon fast komplett in Museen gelandet sind.

Man kann in gut 2 Stunden von Zakros aus durch die Schlucht bis nach Kato Zakros wandern und wird durch fantastische Blicke auf die Berghänge, die Höhlen und eine reichliche Fauna belohnt. So gibt es gerade in der Frühlingszeit Unmengen an blühendem Oleander.

Der Weg führt vor dem Einstieg in den Canyon durch schöne Olivenhaine. Innerhalb der Schlucht sollte man, wie bei allen Bergwanderungen,  gutes und festes Schuhwerk tragen und besonders im Sommer reichlich Wasser mitführen.

Wir haben die Wanderung im April gemacht und hatten sehr angenehme Wandertemperaturen. Allerdings sind wir dann am Ende der Wanderung in einen der seltenen Regengüsse  gekommen und haben den Rückweg auf der alten Landstrasse zurück nach Zakros im strömenden Regen nehmen müssen. Dadurch war uns der Blick von oben ins Tal der Toten leider etwas verwehrt, der aber ansonsten atemberaubend sein soll.

Kato Zakros bietet neben den Ausgrabungen eine Reihe schöner Tavernen direkt am Kiesstrand und die Bucht lädt im Sommer natürlich zu einem erfrischenden Bad ein.

Noch mehr Fotos und Wanderbeschreibungen von Kato Zakros, dem Tal der Toten und anderen Orten auf Kreta kann man auf meiner Kreta-Website finden.


Kato Zakros und das Tal der Toten
Kato Zakros und das Tal der Toten auf Kreta Das Tal der Toten

Das Tal der Toten auf Kreta


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Spinalonga, was soviel wie „langer Dorn“ heißt, so nannten die Venezianer die kahle Halbinsel bei Elounda auf Kreta. Neben dieser Halbinsel liegt eine kleine Insel, die eigentlich Kalidona heißt, aber von Besuchern und Einheimischen mittlerweile auch nur noch als Spinalonga bezeichnet wird.
Auf Beschluss der Regierung von Kreta im Jahre 1913 wurde diese kleine Insel im Osten Kretas in eine Leprakolonie umgewandelt. Man ließ alle Menschen, die an dieser Krankheit litten, einschließlich ihrer Verwandten, die teilweise noch keinen Ausbruch der Krankheitssymptome hatten, dorthin bringen.

Diese Regierungsentscheidung brachte der bis dahin in der Welt kaum beachteten Insel Spinalonga einen makabren Bekanntheitsgrad ein, der dem Ort selbst nach der Auflösung der Leprastation im Jahre 1957 auch heute noch einen beständigen Besucherstrom einbringt.

Lepra war und ist eine hochansteckende Krankheit und sie verdammte die Betroffenen zur völligen Isolation bis zum schmerzvollen langsamen Sterben. Man kann die Bakterien über Jahrzehnte in sich tragen, völlig normal leben, bis die Krankheit schließlich ausbricht und bis vor 50 Jahren unheilbar war. Vor der Entscheidung zur Eröffnung der Lepra-Insel hausten die Betroffenen meist in Höhlen, Abbruchgebäuden oder abgelegenen Dörfern in den Bergen Kretas ohne jeglichen Kontakt zur kretischen Außenwelt.

Da die Anzahl der Kranken auf Kreta beständig stieg, wollte man durch die Isolierung der Kranken eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Immerhin konnten die Betroffenen auf diese Weise wieder ein fast normales Leben führen, einem Beruf nachgehen und Familien gründen. Auf Spinalonga entstanden während dieser Zeit neue Bauwerke wie Häuser, Werkstätten und sogar Kirchen, die alle von den Kranken selbst errichtet wurden.

Verwandte und nahe Freunde durften die Kranken besuchen, aber dies war anschließend stets mit kompletter Desinfektion der Besucher und ihrer Utensilien verbunden.

Erst Mitte der 50er Jahre verlor Lepra den größten Schrecken, als die Entwicklung hochwirksamer Medikamente die Heilung der Krankheit möglich machte. Damit konnten auch das letzte Dutzend Überlebender die Insel verlassen und Spinalonga wurde zu einer historischen Erinnerungsstätte an eine eher makaber wirkende Epoche ihrer Geschichte.

Dieser jüngere Teil der Inselgeschichte lässt fast vergessen, dass Spinalonga vor 1913 auch bereits eine interessante Geschichte hinter sich hatte.

Im 16. Jahrhundert errichteten die Venezianer wegen der akuten türkischen Bedrohung an vielen Stellen der Insel Kreta Festungsanlagen und so wurde 1579 auf Spinalonga eine Festung zum Schutz der Bucht errichtet, die sich als praktisch uneinnehmbar entpuppte. Diese riesige Festung mit über 300  gewaltigen Kanonen wurde im venezianisch – türkischen Krieg nie erobert, und auch als die Türken 1699 Kreta völlig unterwarfen, blieben die Festungsinseln Spinalonga, Suda und Gramvousa in komplett venezianischer Hand. Spinalonga wurde erst später freiwillig gegen freies Geleit an die Türken übergeben, als eine weitere Verteidigung dieses winzigen Teils sinnlos erschien.

Man kann die Überreste der Festung und der Leprastation mit den angrenzenden Wohneinheiten heute ganzjährig besuchen. Die kurze Überfahrt mit Fischerbooten oder kleinen Fähren kann von Elounda oder Plaka erfolgen und man ist mit den Morgenstunden am besten bedient, da dann die Mittagsglut und auch die großen Touristenströme noch ausbleiben.

Hier findet man weitere Informationen über Spinalonga, deren Festung und Geschichte.

Spinalonga auf Kreta, die Festung

Spinalonga auf Kreta, die Leprastation


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Informationen und Bilder von Kreta

Ich habe in den letzten Wochen hier eine ganze Reihe von Beiträgen über die griechische Mittelmeerinsel Kreta geschrieben und man hat wahrscheinlich gespürt, wie sehr mich diese Insel fasziniert. Kreta ist einfach wirklich beeindruckend und ich habe allein im letzten Urlaub im Frühjahr dieses Jahres fast 1000 Fotos geschossen.

Damit die Bilder, Eindrücke und Informationen nicht in den Weiten meines Computers schlafen gehen habe ich jetzt eine Internetseite angelegt, auf der ich die Impressionen, Bilder, Wandertouren und all die interessanten Informationen zu Kreta auf www.kreta-reiseimpressionen zusammengetragen habe. Ich freue mich über jeden Besucher auf dieser Kreta-Seite und kann ohnehin nur jedem empfehlen,  bei Gelegenheit wenigstens einen Kurzurlaub nach Kreta einzuplanen. Vielleicht sind die Tipps, Routenvorschläge und Fotos hilfreich und animieren zu einem realen Besuch.

kreta-reiseimpressionen


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